Die jahreszeitlichen Tierwanderungen 
im Tarangire Nationalpark und in der Serengeti

Tar.gif (115972 Byte) Der Nationalpark hat seinen Namen vom Tarangire Fluss, der sich durch den ganzen Park schlängelt. Die Landschaft im Tarangire Nationalpark ist sehr abwechslungsreich. Während wir im Norden durch eine wellige Hügellandschaft fahren, in der die riesigen Affenbrotbäume in Hülle und Fülle wachsen, geht es anschließend durch eine Trockensavanne mit Schirmakazien weiter. Außerdem beeindrucken uns sehr die Kandelaberbäume (Wolfsmilchgewächs, das an einen Kaktus erinnert), deren „Kerzen" fächerartig in den Himmel ragen.

Die „Große Trockenzeit" ist von Anfang Juni bis Ende Oktober und die „Kleine Trockenzeit" von Anfang Januar bis Ende März. Kurze Regenfälle gibt es von Anfang November bis Ende Dezember. Dann regnet es meistens nachts und am frühen Morgen und abends wird es wieder bewölkt. Während der „Großen Regenzeit" gehen heftige Regenschauer nieder, es ist heiß, feucht und sehr bewölkt, es gibt aber keine Tsetsefliege.

TarJaFe.gif (61815 Byte)Januar bis März
Im Januar und Februar kalben die Gnus und Zebras, im März beginnt langsam die Tierwanderung und die Tsetsefliegen sind verschwunden.
April und Mai
Jetzt sind jede Menge Wasser und frisches grünes Gras vorhanden. Die Tiere ziehen weg vom Tarangiri Nationalpark und erreichen den Amboseli Nationalpark.
TarJunJul.gif (113534 Byte)Juni und Juli
Elenantilopen und Oryxe kommen in den Tarangire Nationalpark zurück, Ende Juni folgen die Elefanten. Im Juli fangen auch die Zebras und Gnus an zurückzukommen.
TarAugOk.gif (103764 Byte)August bis Oktober
Etwa Mitte August befindet sich der größte Teil der Tiere am Tarangire Fluss und in den Sumpfgebieten. Dies ist die beste Zeit zum Besuch des Tarangire Nationalparks.
TarNovDez.gif (105083 Byte)November bis Dezember
Im November befinden sich die Tiere im Gebiet des Tarangire Flusses. Nach den kurzen Regenfällen werden die Kälber der Gnus und die Fohlen der Zebras geboren. Dies ist eine gute Zeit zum Besuch des Tarangire Nationalparks.
Die Eintrittsgebühr in den Nationalpark beträgt 25 US Dollar. Das Eingangstor schmückt ein Elefant und ein Affenbrotbaum. Diese Zeichen weisen darauf hin, dass es im Park große Elefantenherden und viele Affenbrotbäume gibt. 

Die Serengeti

Der Name Serengeti weckt in vielen Erinnerungen an Bernhard Grzimek und seinen Michael, die eine große Pionierarbeit leisteten zur Erhaltung dieses Parks. Ihnen gelang es, den Park in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit zu bringen und die Menschen für die Erhaltung der Natur zu sensibilisieren. Michael Grzimek kam auf tragische Weise während der Dreharbeiten des Films „Serengeti darf nicht sterben" beim Absturz seines Flugzeugs ums Leben.
Die Serengeti erstreckt sich über eine Fläche von etwa 12 500 km² zwischen dem Kraterhochland des Ngorongoro und dem Victoriasee. Im Norden grenzt sie an die Masai Mara in Kenya. (Ein Grenzübertritt ist hier allerdings nicht möglich; man muss nach Arusha zurück und kann von dort über Nairobi in die Masai Mara fahren.) Der Park ist etwa so groß wie Nordirland. Etwa 3 Millionen Tiere leben hier, von denen die meisten an der saisonalen Migration teilnehmen. An den Serengeti Nationalpark grenzen an: im Südwesten das Maswa Tierschutzgebiet (Maswa Game Reserve), im Südosten das Ngorongoro Schutzgebiet (Ngorongoro Conservation Area), im Nordosten das Loliondo Kontrollgebiet (Loliondo Controlled Area), im Nordwesten die beiden Kontrollgebiete Grumeti und Ikorongo (Grumeti Controlled Area und Ikorongo Controlled Area)

serengeti.gif (77025 Byte) Die jahreszeitliche Tierwanderung in der Serengeti

(Abhängig von Verschiebungen der Regenfälle und jahreszeitlichen Änderungen)
Bei den hier genannten Gnus handelt es sich um Weißbartgnus, die auch Wildebeest und White Bearded Gnus heißen. Die Zebras sind Burchell’s Zebras..

Dezember bis Mai: Regenzeit (wet season)

dezember.gif (66758 Byte)Dezember
Seit November bewegt sich die Tierwanderung aus der Maasai Mara entlang der Lioliondo Grenze in Richtung der südlichen Ebenen. Dank der Regenfälle, die vom Süden Richtung Norden kommen, beginnt frisches Gras zu wachsen. In dieser Zeit werden zahlreiche Zebrafohlen geboren.
januar.gif (75971 Byte)Januar
Die Tierwanderung erreicht die Ebenen der Serengeti, auf denen kurze Gräser wachsen. In dieser Zeit werden zahlreiche Zebrafohlen geboren.
februar.gif (71141 Byte)Februar
Im Februar halten sich etwa zwei Millionen Gnus, 300 000 Zebras, Gazellen, Elenantilopen, Topis und die ihnen folgenden Raubtiere auf den Ebenen der Serengeti auf. Jetzt werden die Gnukälber geboren.
 april.gif (73194 Byte)März und April
Im März beginnen heftige Regenfälle, so dass die Tiere im April langsam in den Nordwesten wandern.
mai.gif (72855 Byte)Mai
Im Mai bietet auch der „Western Corridor" den Tieren genügend junges Gras. Die Tiere wandern von den Naabi Hügeln entlang dem Mbalageti Fluss bis zum Grumeti Fluss. Die Gnus ziehen in langen Marschsäulen durch die bewaldeten Gebiete.
 
Mitte Mai bis Ende November: Trockenzeit (dry season) 
juni.gif (69321 Byte)Juni
Die Tierwanderung bewegt sich im Juni auf den Ebenen des „Western Corridor". Der vorherrschende Boden ist „black cotton soil", Tierse-Boden, ein dunkler, sehr feinkörniger Boden, der bei Nässe sehr glitschig und nahezu unbefahrbar wird.
Die Tiere überqueren den Grumeti Fluss, in dem zahlreiche Krokodile bereits auf ihre Beute warten.Ende der Regenzeit.
juli.gif (67460 Byte)Juli
Die meisten Tiere wandern nun ins Grumeti-Gebiet und bewegen sich weiter nordwärts, während ein kleinerer Teil sich in das Lobo-Gebiet begibt. Winter: morgens ist es sehr kalt.
august.gif (69376 Byte)August
Die Tiere erreichen das Ikorongo-Gebiet. Winter: morgens ist es sehr kalt.
sept.gif (64445 Byte)September und Oktober
Nun haben die Tiere die kenianische Maasai Mara erreicht und halten sich dort auf, denn dort finden sie immer Wasser.
Der Oktober ist der trockenste Monat im Serengeti Nationalpark.
october.gif (63914 Byte)Oktober november.gif (69144 Byte)November
Jetzt wird es Zeit zurückzukehren in den Süden. Die Tiere fühlen, dass es bald wieder regnen wird und das Gras wachsen wird. So beginnt ein neuer Zyklus.